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Publications

2018/06/05
Market Insight - Schwankende Korrelation zwischen Aktien und Anleihen mit Marco Bonaviri

Seit Jahresbeginn hat sich die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen von 2,4 auf 3,1 Prozent erhöht. Dadurch weisen diese Wertpapiere, die seit mehr als 30 Jahren als Anlage mit sehr geringem Risiko gelten, im laufenden Jahr eine Performance von Minus 4 Prozent auf. Darüber hinaus sind die Kurse von US-Staatsanleihen im ersten Quartal 2018 zusammen mit den Aktienkursen um mehr als ein Prozent gefallen. Das ist in den letzten 20 Jahren nur fünf Mal und nach fast 10 Jahren zum ersten Mal geschehen. Die Zeiträume, in denen die Aktien- und Anleihekurse gleichzeitig sanken, haben in den Industrieländern in letzter Zeit tendenziell zugenommen. Stehen wir vor einem Paradigmenwechsel hinsichtlich der Beziehung zwischen Aktien und Anleihen, der tiefgreifende Auswirkungen auf Multi-Asset-Portfolios, die auch als «ausgewogene» Portfolios bezeichnet werden, haben könnte?

Die Festlegung der Asset-Allokation, des Anteils der verschiedenen Anlageklassen also, stellt für die meisten Anleger eine grosse Herausforderung dar. Dieser Allokationsprozess ist gewissermassen das Kerngeschäft der Vermögensverwalter. Ziel ist eine Diversifikation, die das Risiko des Portfolios reduziert und zu einer optimalen, risikoadjustierten Rendite führt. Die positiven Diversifikationseffekte hängen allerdings von den Beziehungen zwischen den Anlageklassen ab. Diese werden vor allem anhand des statistischen Konzepts der Korrelation gemessen, die angibt, welcher Zusammenhang zwischen zwei Variablen besteht und wie stark dieser ist. Ob der Portfoliokonstruktionsprozess zum gewünschten Erfolg führt, hängt somit stark von der Korrelation zwischen Aktien und Anleihen ab – den beiden Hauptkomponenten ausgewogener Portfolios. Der Idealfall ist eine negative Korrelation, sodass die Anleihenkomponente Aktienkursrückgänge teilweise ausgleichen und somit die Volatilität des Portfolios reduzieren kann. Der negative Beitrag von Anleihen zur Portfoliorendite in Phasen steigender Aktienkurse und fallender Anleihekurse dürfte darüber hinaus gering bleiben.

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